Allergie-Therapie

Welche Therapie ?

Bislang ist nur eine Therapieform bekannt, die die Entwicklung von allergischem Asthma bei bestehendem Heuschnupfen verhindern kann. Dieser sogenannte Etagenwechsel kann durch eine Hyposensibilisierungstherapie, auch Systemische Immun-Therapie (SIT) oder Desensibilisierung genannt, verhindert werden. Alle übrigen Allergietherapien reduzieren lediglich die Beschwerden, können aber ein Fortschreiten der Allergie nicht sicher verhindern.

 

Rechtzeitiger Therapiebeginn:

Eine Hyposensibilisierung sollte so früh als möglich durchgeführt werden, um ein Fortschreiten der Allergieerkrankung entgegen zu wirken. Ob eine Hyposensibilisierung erforderlich ist und gegen welche Allergene diese durchgeführt werden kann, sollte durch einen erfahrenen Allergologen entschieden werden. Es können auch mehrere Allergene gleichzeitig oder hintereinander für eine Therapie gewählt werden. Behandlungsdauer: Eine Hyposensibilisierung wird in der Regel über 3 Jahre durchgeführt. Im Einzelfall kann eine Verlängerung sinnvoll sein. Bei Pollenallergien genügt häufig eine Therapiephase von wenigen Wochen jeweils vor der Pollenflugsaison an 3 aufeinander folgenden Jahren. Bei Milbenallergien wird das ganze Jahr in ca. 6-8-wöchigen Abständen therapiert.

 

Hyposensibilisierung mit Spritzen:

Die häufigste Art der Hyposensibilisierung ist die Spritze unter die Haut. Diese wird in der Praxis verabreicht mit anschließender Beobachtungszeit von 30 Min. Das schnellste Schema kann mit 4 Spritzen im Abstand von 7-14 Tagen erfolgen. In den beiden Folgejahren wird das Schema mit jeweils 4 Spritzen wiederholt. Je nach Allergietyp gibt es weitere Schemen mit z.B. 7 Spritzen oder auch über das Jahr verteilt mit 1 Spritze alle 6-8 Wochen.

 

Orale Hyposensibilisierung:

Seit einigen Jahren kann auch eine orale Hyposensibilisierung in Tropfenform durchgeführt werden. Dabei werden die Tropfen aus einem Dosierspender unter die Zunge getreufelt. Die Erstanwendung der Tropfen und die Schulung des Patienten erfolgt in der Praxis. Danach werden die Tropfen zu Hause weiter eingenommen.

 

Hyposensibilisierung in Tablettenform:

Seit Ende 2006 ist eine Hyposensibilisierung bei Gräserallergie in Tablettenform erhältlich, die einen Gräserpollen-Extrakt enthalten. Sie werden unter die Zunge gelegt und lösen sich dort schnell auf. Durch die tägliche Einnahme wird eine Immunantwort induziert, die die allergischen Reaktionen unterdrückt oder reduziert. Die erste Tablette wird unter Aufsicht des behandelnden Arztes in der Praxis eingenommen.

 

Weitere Informationen zum Thema unter:
Allergie-Diagnostik